Prof. Günther Hasinger

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Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
85748 Garching

Thema: Energie alternativ erzeugen

Eine Badewanne voll Zukunft

Günther Hasinger entwickelt mit seinem Team aus kleinsten Teilchen die Energie von morgen.

Die Sonne auf die Erde hinabholen. Was zunächst wie ein Hirngespinst klingt, könnte in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung der Erde leisten, wenn es nach Günther Hasinger und seinem Team geht. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching arbeitet mit seinen Kollegen fieberhaft daran, aus der Verschmelzung von Wasserstoffatomen Energie zu gewinnen. Denn das ist das Geheimnis der Kernfusion, mit der die Sonne bei vielen Millionen Grad ihre Energie erzeugt. In Versuchsreaktoren bringt der 55-jährige Leibnizpreisträger, der beinahe eine Karriere als Bassist in einer Rockband eingeschlagen hätte, die Wasserstoffteilchen zum Tanzen. Die riesigen Energiemengen, die so entstehen, lassen sich dann in einem nächsten Schritt in Strom und Wärme umwandeln.
 
Noch liegt zwar ein gutes Stück Arbeit vor Professor Hasinger und seinem Team. Doch schon heute gilt die Kernfusion als echte Alternative zu Kohle, Erdöl und Erdgas. Tatsächlich könnten die Wasserstoffatome einer einzigen Badewannenfüllung und die Kraft einer Laptopbatterie durch Fusionsreaktionen den Strombedarf einer ganzen Familie decken – und das 50 Jahre lang. Neben ihrem energetischen Potenzial besitzt die Kernfusion einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie schont die Umwelt. Es ist nicht zuletzt dieser Aspekt, der Professor Hasinger in seiner Arbeit beflügelt – neben der wissenschaftlichen Neugier und dem Nervenkitzel, jeden Tag aufs Neue an die Grenzen des Fassbaren zu stoßen.

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